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EIN PARADIES FÜR BERGFREUNDE

Spiterstulen liegt auf 1.100 m ü. NHN an der Baumgrenze im lieblichen und üppigen Visdalen. Umgeben von einer reichen Fjellflora, plätschernden Bächen, überwucherten alten Jagdgruben und sagenumwobenen Bergbauernhöfen ist dieses Tal ein ideales Umfeld für kurze Wanderungen für Jung und Alt. Die Wiesen rund um Spiterstulen laden Kinder zum Spielen ein.

Spiterstulen war ursprünglich eine Alm der Familie Sulheim, die ihren Bauernhof im Bøvredalen hat. Diese Alm wurde erstmals 1836 erweitert um Gäste aufnehmen zu können, die zunächst aus dem Ausland kamen. Sechs Generationen haben diesen Ort geprägt, erweitert und modernisiert. Das ursprüngliche Wesen dieser Alm wurde jedoch versucht zu erhalten – mehrere kleine und großen Hütten bilden eine Einheit.

Wir bieten unseren Gästen von komfortable Zimmer oder Familieneinheiten mit eigenen Bädern bis hin zu einfachen Lagern mit Doppelstockbetten und Gemeinschaftsbad eine Vielzahl von verschiedenen Zimmern an. Insgesamt verfügen wir über etwa 200 Betten. Darüber hinaus betreiben wir einen Campingplatz mit sanitären Anlagen direkt in der Umgebung.

Spiterstulen hat ca. ab 1. März bis 1. Mai und ab ca. 20. Mai bis ca. 15. Oktober für sie geöffnet.


Geschichte

ALMHÜTTE SEIT 1750

GÄSTEHERBERGE SEIT 1836

Spiterstulen war ursprünglich eine Ansammlung von Höfen im Besitz der Familie Sulheim, die im Jahre 1836 erstmals für Gäste erweitert wurden. Seitdem ist der Ort durch sechs Generationen hindurch stetig ausgebaut und modernisiert worden. Dennoch wurde der alte Charakter bewahrt, und Spiterstulen besteht heut aus vielen kleinen und großen Gebäuden, die rund um das Anwesen verteilt liegen .

Die Geschichte Spiterstulens ist die Geschichte eines Ortes, der seit jeher am Handelsweg durchs Visdalen lag, und der schon früh zu einem Rastplatz für die Durchreisenden wurde – eine kleine Almhütte, die sich Schritt für Schritt zu einer komfortablen Touristenunterkunft entwickelte. Steinar Sulheim (1815-1856), der früh seinen Vater Torger Stenersen verlor, wird als ein sehr fortschrittlicher Mann beschrieben, mit Sinn für zukunftsweisende Entwicklungen in dieser Umgebung. Er war der Erste, der mit der Rentierzucht im Visdalen begann. Das Hauptgebäude auf dem Nigard Sulheim ist das, was Steinar hinterlassen hat. Aber sein größtes Verdienst ist die Erstbesteigung des Galdhøpiggen im Jahre 1850 – als Ortskundiger gemeinsam mit den zwei Lehrern Arnesen und Flåten. Man sagt, er hatte Bedenken wegen dieser Idee, denn es war zu jener Zeit für einen Bauern nicht üblich, zu einem anderen Zwecke als den der Jagd oder der Viehzucht auf Berggipfel zu steigen. Man sagt, dass Steinar weder an seiner Rentierzucht, noch an seinem Tourismusbetrieb zu seinen Lebzeiten verdient habe.

Steinar starb mit nur 41 Jahren und seine Witwe, Anne Engebretsdatter, verkaufte Nigard Sulheim und die Alm auf Spiterstulen an Rolv Larsen und er war es, der mit der Tourismuswirtschaft im eigentlichen Sinne begann. Seit den 1860er Jahren veränderte sich die Auffassung, die man über das Bergwandern hatte. “Diese verdammten Städter, die in die Berge stürmen, auf den Almen herumliegen und sich nicht zu benehmen wissen” waren nicht bei allen auf Spiterstulen gleichermaßen beliebt.

Rolf war vorausschauend, als er entschied, dem Tourismusbetrieb Vorrang vor der Landwirtschaft zu geben. 1874 schrieb W.C. Slingsby: “Spiterstulen war eine 2-Raum-Hütte, die einen Mann, dessen Frau und ein kleines Mädchen beherbergte. Dieses arme kleine Mädchen musste dort etwa 2 Monate wohnen, ohne Spielkameraden oder Spielsachen… ich beschloss, nie wieder in Norwegen umher zu reisen, ohne nicht ein paar kleine Bildchen, Abendteuerbücher und andere Kleinigkeiten dabei zu haben, die ich auf Almen und anderen abgelegenen Orten verschenken könnte.” 1875 besuchte Slingsby noch einmal Spiterstulen: “Nun zeigte sich, dass seit meinem letzten Besuch ein weiterer Raum gebaut worden war. Ein kleiner Junge, der Alphæus hieß, machte sich ziemlich nützlich, indem er uns mit einem Feuerholz leuchtete, während wir anderen das Essen zubereiteten und uns für die Nacht fertig machten. Ich schlief zum allerersten Mal in einer “Taschenhängematte” – eine großartige Alternative zu einem Bett!”

Im Jahre 1881 wurde die “neue” Touristenhütte erbaut. Im Jahrbuch des DNT vor 1893 steht, dass “die Hütte direkt am alten Ort gebaut ist, mit einem geschlossenen Gang dazwischen. Wenn sie vollständig fertig ist, wird sie drei Räume enthalten – einen größeren mit Kamin und zwei kleinere mit fünf Doppelbetten.” Weitere Ausbauten folgten unter der Anweisung von Rolv Larsen in den Jahren 1890 (Spiterstulen hatte dann bereits Platz für 30 Gäste) und 1893, als vier weitere Räume mit acht Betten gebaut wurden.

 

Das älteste Foto von Spiterstulen, von dem wir wissen, stammt aus dem Jahre 1884. Die Wirtin Marit Sulheim steht in der Tür. In der Mitte des Bildes ihre Schwester Anne, neben dem Bruder, dem bekannten Bergführer Lars Sulheim, den Älteren. Das Bild stammt von einer Postkarte.

Als Lars Eilivson Sulheim und Karen 1916 die Leitung auf Spiterstulen übernahmen begann das ernsthafte Engagement, und von nun an gingen die Bauarbeiten Schlag auf Schlag. Charlotte und Eiliv übernahmen einen Betrieb, in dem Aufbau und spürbare Verbesserungen seit 35 Jahren kontinuierlich anhielten.

Der 5. Oktober 1978 ist ein besonderer Tag in Spiterstulens Geschichte. Um halb 10 am Abend schrillte der Brandalarm in Lom. Innerhalb einer Nacht lag das Hauptgebäude von 1934/35 in Asche. Die alten Almgebäude wurden so schlimm in Mitleidenschaft gezogen, dass sie abgerissen werden mussten. Zwar gerettet, aber vom Brand gezeichnet, waren der Speisesaal und die Kafeteria. Die Brandursache war ein explodierter Fernsehapparat. Keiner wurde verletzte, obwohl gerade die Bergschule stattfand. Eiliv notierte: “Der Brand war eine Belastung: Erst der Schock und der Kampf gegen die Flammen – ein Widerstand, der nicht nur zu mächtig war, sondern der dich auslacht und von allen Seiten herein leckt. Machtlos!” So wurde 1980 die neue Stube in Gebrauch genommen, und die erste Mahlzeit in der neuen Küche zubereitet.

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